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Sehenswürdigkeiten Berchtesgaden



Das Königliche Schloss Berchtesgaden

Das Königliche Schloss Berchtesgaden liegt in der Stadt Berchtesgaden. Es wurde im Jahr 1102 erbaut und wurde lange als Augustiner-Chorherrenstift genutzt. Am Ende des 17. Jahrhunderts löste sich die Fürstprobstei auf und das Königliche Schloss wurde von einem Besitzer zum anderen weitergereicht. Zu den Anfängen des 18. Jahrhunderts ging das Schloss Berchtesgaden in den Besitz des Bayerischen Königshauses über und gehört heute dem Eigentum des Wittelsbacher Ausgleichfonds an. Prinz Rupprecht von Bayern zog 1918 in das Schloss und lebte dort 10 Jahre. Der Prinz war ein großer Kunstliebhaber und Sammler, er stattete das Schloss Berchtesgaden mit vielen hochwertigen Kunstwerken aus. Noch heute befinden sich Gemälde von Tilman Riemenschneider, Veit Stoß, Peter Gertner und Barthel Beham in dem Schloss. Im Schloss lebt heute Prinz Franz von Bayern. Er bewohnt es allerdings lediglich im Sommer. In der restlichen zeit des Jahres, in der Abwesenheit des Prinzen, werden Führungen im Schloss durchgeführt. Während des Sommers kann jedoch der Rosengarten besichtigt werden, dieser bietet eine wunderschöne Aussicht auf den Watmann. Die Schlossführungen zeigen die verschiedensten Stile der Kunstgeschichte. Im Kreuzgang erkennt man Romantik, auch Gotik, Barock und Biedermeier sind im Schloss zu erkennen. Die Stilepochen sind im Laufe der Jahrhunderte entstanden, während das Schloss immer wieder erweitert wurde. Insgesamt waren es ganze 8 Jahrhunderte, in denen das Königliche Schloss Berchtesgaden erweitert und vergrößert wurde. Die älteren Teile des Schlosses sind dabei zum größten Teil noch erhalten. Dies macht eine Führung durch das Schloss zu einer kleinen Zeitreise. Ein beliebter Zeitvertreib bei Adeligen ist die Jagd, daher gibt es im Schloss auch einige Jagdwaffen und Jagdtrophäen zu besichtigen. Im Schloss ist auch das stärkste bayerische Hirschgeweih ausgestellt mit insgesamt 18,3 kg. Eine Besonderheit wird Gästen in den Wintermonaten angeboten, in dieser Zeit werden Nachtführungen durchgeführt. Bei Kerzenschein geht es durch das Schloss, begleitet von gregorianischen Gesängen.

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Nationalpark Berchtesgaden

Der Nationalpark Berchtesgaden liegt in Bayern, direkt an der Grenze zu Österreich. Er ist der einzige Nationalpark Deutschlands, der in den Alpen liegt. Er wurde am 1. August 1978 gegründet und die Gesamtfläche des Parks beträgt 210km². Bereits im Jahr 1910 wurde eine geringe Fläche des Gebiets als Pflanzenschonbezirk ausgewiesen, um den Handel mit den Pflanzen aus den Alpengebieten einzudämmen. Im Nationalpark Berchtesgaden sind viele Fisch-, Amphibien-, Reptilien- und Säugetierarten beheimatet. Außer den ständig anwesenden Brutvögeln verbringen hier auch viele Gastvögel eine gewisse Zeit des Jahres. Die Pflanzenvielfalt in diesen Höhenlagen ist fast unendlich, Pilze, Flechten, Moose und auch Blühpflanzen kommen hier vor. Alle Tiere und Pflanzen, die im Nationalpark leben, stehen unter Schutz, manche davon sind auch direkt vom Aussterben bedroht. Im Nationalpark selbst wird in manchen Zonen die Tier- und Pflanzenwelt sich selbst überlassen. In anderen Gebieten dagegen wird schonende Fischerei oder Almwirtschaft betrieben.
Da ein Nationalpark immer auch zur Erholung des Menschen dienen soll, wird auch hier der Park offen gehalten. Besucher sind immer herzlich Willkommen. Wanderer oder Bergsteiger im Sommer, oder auch Skiwanderer im Winter, können den Nationalpark gerne nutzen. Bedingung ist allerdings, dass die Besucher auf den ausgewiesenen Wegen bleiben, um die Tiere nicht zu stören, oder Pflanzenschonungen zu schützen. Manche Zonen des Parks bleiben auch in ihrem Ursprungszustand und laden nicht unbedingt zu Wanderungen im Unterholz ein. Ein wichtiges Thema des Nationalparks ist die Information und Umweltbildung. Dazu gehören auch geführte Wanderungen, Exkursionen für Schulklassen und die direkte Besucherbetreuung. Um schon Kinder für die Natur und den Umweltschutz zu begeistern, werden auch in den Ferien Programmpunkte angeboten, die speziell auf die Gruppe Kinder ausgerichtet sind. Auf dem Natur-Erlebnisgelände besteht die Möglichkeit, eine Balancierstrecke oder einen Schleichpfad auszuprobieren. An der Naturbaustelle kann aus den verschiedensten Naturmaterialien gebastelt werden. Um auch Rollstuhlfahrer im Nationalpark Berchtesgaden begrüßen zu können, sind verschiedene Wanderwege so gerichtet, dass sie auch mit dem Rollstuhl befahren werden können.

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