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Sehenswürdigkeiten Aachen



Das Aachener Rathaus

Das Rathaus in Aachen befindet sich direkt am Marktplatz und blickt auf eine Geschichte von annähernd 700 Jahren zurück. Es wurde zu Beginn des 14.Jahrhunderts auf den Grundmauern eines Palasts aus der Zeit der Karolinger erbaut. Der Großteil des Rathauses fiel einem Brand im Jahre 1656 zum Opfer. Nachdem der jahrzehntelange Wiederaufbau dem Rathaus ab dem 18.Jahrhundert ein neues Gesicht verlieh, wurden während des Zweiten Weltkriegs weite Teile des Stadtschlosses erneut zerstört. Nach neuerlichen Restaurierungsarbeiten präsentiert sich eines der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Aachens heute nahezu wieder in seinem ursprünglichen Zustand. Das Rathaus besticht durch zahlreiche Säle im Innern des Gebäudes. Im großen Sitzungssaal finden noch heute die Sitzungen des Aachener Stadtrats statt. Der Krönungssaal erlebte in der Zeit zwischen 813 und 1531 insgesamt 38 Königskrönungen. An der Außenfassade fallen vor allem die über 50 Statuen auf der Nordseite des Rathauses ins Auge. Sie zeigen hauptsächlich deutscher Könige oder Herrscher aus der Zeit von 813 bis 1531. Neben diesen und weiteren Zeugnissen altertümlicher Bildhauerkunst finden sich aber auch Werke aus dem 20.Jahrhundert, wie z.B. die Bronzetür am Haupteingang, die vom Bildhauer Ewald Mataré im Jahre 1965 geschaffen worden ist. Auf der Ostseite befindet sich der heute 20 Meter hohe Granusturm, das bedeutendste Überbleibsel aus der Karolingerzeit.

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Aachener Dom

Das Zentrum des berühmten Aachener Doms bildet die Pfalzkapelle Karls des Großen. Im Gegensatz zu den gothischen Kirchen ist die karolingische Architektur trotz ihrer gröberen Materialien intimer. Mit den wuchtigen Wänden hat sie beinahe etwas beklemmendes, bedrückendes, was aber durch die offene Wandgliederung und die reiche Ausschmückung kontrastiert wird. Sofort ins Auge fällt der achteckige Aufbau, der über einen Umgang in ein Sechszehneck überführt wird. Der große Kerzenleuchter bildet das Zentrum des Raumes und beeindruckt mit seiner prachtvollen Ausarbeitung. Nach Vorbildern in Ravenna und Konstantinopel im 8. Jahrhundert geschaffen, hat der Aachener Dom nichts von seiner beeindruckenden Präsenz verloren. Dies wird noch zusätzlich dadurch verstärkt, dass der Dom von außen verbaut ist und etwas unscheinbar wirkt. Doch wenn man ihn betreten und den Thron erspäht hat, auf dem viele Könige, aber nicht Karl der Große, gesessen haben, fühlt man sich zurückversetzt in die Zeit des Mittelalters und hat schnell Respekt für die großen Leistungen dieser oft geschmähten Epoche. Wie mag sich ein einfacher, ungebildeter Mensch im 8. Jahrhundert gefühlt haben, wenn er dieses imposante Bauwerk betrachtet hat? Schließlich kannte er keine größere Kirche, kein größeres Gewölbe. Man darf davon ausgehen, dass der Aachener Dom die meisten zeitgenössischen Besucher überwältigt hat.

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