Park Babelsberg in PotsdamIm Nordosten Potsdams liegt der inzwischen ca. 124 Hektar große und ca. 75 Meter hohe Landschaftspark Babelsberg. Er wurde bereits 1833 von Kaiser Wilhelm I. bei den beiden Landschaftsarchitekten Peter Joseph Lenné und Fürst Hermann von Pückler-Muskau in Auftrag gegeben. Heute ist der Park Babelsberg Teil einer Parklandschaft im englischen Stil, die inzwischen ganz Potsdam umrundet.
Auf der gesamten Parkfläche finden sich u.a. eine Vielzahl an künstlich angelegten Seen, faszinierende Skulpturen, Aussichtspunkte, Terrassen und wunderschöne Spazierwege durch blühende Vegetation. Egal zu welcher Jahreszeit, im Park gibt es immer etwas neu zu entdecken.
Doch der Park bietet nicht nur für Naturliebhaber etwas, sondern in ihm befinden sich auch einige historisch wertvolle Gebäude, die in der Zeit von 1835 bis 1856 errichtet wurden:
- Das neugotische Schloss Babelsberg: Hier befand sich rund 50 Jahre lang der Sommersitz Kaiser Wilhelms I., der das Schloss von Architekt Karl Friedrich Schinkel nach Ideen seiner Gattin Prinzessin Augusta von Sachsen-Weimar entwerfen ließ. Die Bauzeit belief sich auf etwa 15 Jahre, erst 1849 wurde es fertig gestellt.
- Der Flatowturm: 1853 bis 1856 wurde der optisch sehr elegant und edel wirkende Flatowturm von Johann Heinrich Strack erbaut. In ihm befanden sich früher einige Gästezimmer, heute dient er lediglich als Aussichtsturm für Parkbesucher. Sein Name ist zurückzuführen auf eine Steinspende der herrschaftlichen Familie Flatow von Westpreußen.
- Das Matrosenhaus: 1842 errichtete Architekt J.H. Strack das neogotische Matrosenhaus ganz in der Nähe des Flatowturmes, das fortan als Wohngebäude für die königlichen Süßwassermatrosen dienen sollte. Ungewöhnlich die beiden norddeutschen Staffelgibeln an den Seiten des Gebäudes.
Der Landschaftspark Babelsberg bietet für jeden etwas, der gerne einmal dem Großstadttrubel entfliehen möchte oder sich für historische Begebenheiten interessiert.
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Schloss Sanssouci in PotsdamDas einzigartige Ensemble von Sanssouci geht auf die Initiative zweier preußischer Könige zurück. Es war im Jahre 1744, als Friedrich der Große den Beschluss fasste, auf dem "Wüsten Berg" bei Potsdam einen Weinberg anzulegen. Bereits im nächsten Jahr wurde dort der Grundstein für ein "Lustschloss" gelegt. Hier, inmitten der Abgeschiedenheit und Stille der
reizvollen Havellandschaft wollte Friedrich II. seine Sommer verbringen. 1747 wurde das von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff erbaute Schloss, an dessen Südseite der Name "Sans Souci" prangt, eingeweiht.
In den Folgejahren wuchs rings um das Schloss und die daran
anschließenden Terrassen eine weitläufige Gartenanlage. Verschiedene Bauten, Zier- und Nutzgärten reihten sich entlang einer etwa zwei Kilometer langen Allee, die im Osten durch das Obeliskportal, im Westen durch das Neue Palais ihren Abschluss fand.
Der Kern der Anlage, Schloss Sanssouci, ist ganz auf den persönlichen Bedarf Friedrich II. zugeschnitten. Hohe Fenstertüren erlauben es, jederzeit aus dem eingeschossigen Bau in den Garten hinauszugehen. Hier schmücken üppige Figuren, Begleiter des Weingottes Bacchus, die Fassade. Die Innenräume sind ganz im Stil des durch den König geprägten friderizianischen Rokoko gehalten. Eine Kuppel überwölbt den im Zentrum des Schlosses liegenden Marmorsaal, in dem Friedrich II. seine berühmt gewordenen Tafelrunden abhielt.
Ebenfalls noch zur Zeit Friedrich des Großen entstanden das Neue Palais und das exotisch anmutende Chinesische Teehaus, dessen vergoldete Figuren schon von weitem die Blicke auf sich ziehen. In ihm vereinen sich fernöstliche Einflüsse mit denen des Rokoko. Auch die Neuen Kammern gehen auf Friedrich II. zurück. Dieses Schloss diente dem König als Gästehaus. Die schlichte Außenfassade lässt kaum vermuten, dass es in seinem Inneren kostbare Festsäle birgt, so den Jaspissaal und die Ovidgalerie.
Erst Friedrich Wilhelm IV., der Urgroßneffe Friedrich des Großen, ließ in dem Park neue Bauten errichten. Der "Romantiker auf dem Thron", wie er auch genannt wurde, beauftragte den berühmten Architekten Karl Friedrich Schinkel damit, das südwestlich des Parks gelegene Gutshaus zum Schloss Charlottenhof umzubauen. Am Ende entstand eine beinahe bürgerlich
anmutende klassizistische Villa mit bequemen Wohnräumen. Das umgebende, zuvor landwirtschaftlich genutzte Areal wurde von Peter Joseph Lennè im Stil eines englischen Landschaftsgartens umgestaltet und durch eine weite Sichtachse mit dem alten Park Friedrich des Großen verbunden. Die von 1829 bis 1840 erbauten Römischen Bäder spiegeln die Sehnsucht des Kronprinzen Friedrich IV. nach dem sonnigen Italien wider. Nach seiner Thronbesteigung veranlasste Friedrich IV. den Bau einer Orangerie im Norden von Sanssouci. Auch sie orientiert sich sehr stark an italienischen Vorbildern.
Ausdruck der tiefen Religiosität Friedrich IV. ist die Friedenskirche. Sie zeigt deutliche Bezüge zu frühchristlichen Bauwerken: so diente die Campanile der Kirche S. Marina in Cosmedin als Vorbild für den Glockenturm. Es ist bezeichnend für diesen König, dass er und seine Gattin Elisabeth in der Gruft der Friedenskirche ihre letzte Ruhe fanden.
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